Umrundung dritte Reise

Dritte Reise Flinders Range und Westroute

28. März – 9. Mai.

Montag, 18. März

Noch 10 Tage bis zu unserer 3. Australienreise!

Vergangene Woche kamen schon die Tickets. Am Mittwoch werden die bestellten Reiseschecks und AU$ kommen. Vorgestern, Samstag, haben wir Raimunds 60. Geburtstag gefeiert und zwar in den Bauernstuben in Schmidt/Eifel. Gäste waren: Heribert und Hilde, Edi und Marie Theres, Karlfried und Burgel, Ingrid und Hermann, Winfried M. und Frau, Heinzwilli und Frau, Rainold und Ute, Käthe und Hans, Ulrike und Holger, Marianne und Walter, Renate und Rudi, vier Kinder und wir vier.

Seit voriger Woche Donnerstag nehme ich ein halbes Blutdruckpillchen. Vor dem Abflug muß ich noch mal zum Arzt. Raimund ist nicht mehr zufrieden mit seinem Blutdruck und dem Arzt.

Do. 28. März 6:54 Uhr

Abfahrt von Köln Hauptbahnhof mit EC nach Frankfurt Flughafen.

Christoph kam gestern Abend nach Bergheim. Wir gingen zusammen Pizza essen, hatten eine kurze Nacht – bis 5:00Uhr, dann fuhr uns Chris nach Köln. Zeitungen und Fernsehen sind abbestellt, Post kommt postlagernd. Chris geht 2x die Woche nach Bergheim Blumen pflegen. Wir haben schon so schöne Geranien im Wintergarten. Chris geht auch Mitte April den Bienen einen Kasten aufsetzen. Harald fährt am kommenden Samstag für eine Woche nach Saas Fe zum Skilaufen. An Geld kamen Travellerschecks auf AU$ ausgestellt und Bargeld in AU$. Unsere Reisetaschen wiegen je 14kg. Als Bordgepäck haben wir Kamera, Rucksack, Umhängetasche und Hüte. Unsere Goretexjacken sind dünn, deshalb haben wir in Köln Hbf bei -2°C gefroren. Jetzt, im Flugzeug um 15:00Uhr, sind wir mit dem Mittagessen fertig. Start war, mit halbstündiger Verspätung um 12:15Uhr. Getrunken habe ich 2 kleine Rotwein, 2 Orangensaft, 1 Wasser, 1 Kaffee und hab ein Wacholderdragee genommen. Jetzt muss ich Fußgymnastik machen and then I will take a nap, und mache ein Schläfchen.

Fr. 29. März

Nun, nach 7h Flugzeit, Ffm-Zeit 22:00Uhr, Singapore-Zeit 5:00Uhr früh am 29.3. gab es soeben Frühstück, 6:10Uhr soll Landung sein. Dann haben wir 15 Stunden Aufenthalt in Singapore. Am Flughafen Geld gewechselt, Informationen eingeholt, schließlich wollen wir nicht 15h im Transitbereich verbringen. Wir fahren also mit Airportbus bis Raffels Hotel, 5S$ p.P. und weiter mit Sentosabus, 7S$ p.P. in 15Min. nach Sentosa. Die Buskarte nach Sentosa reicht auch zurück bis Raffels.

Jetzt ist es zuhause 5:30Uhr und hier in Singapore 12:30Uhr mittags. Ich liege im Badeanzug auf einer Bank unter einem Holzschirm am Strand auf der Insel Sentosa, Ausflugsziel der Leute aus Singapore. Es ist feucht warm mit leichter Brise hier am Meer. Raimund schwimmt in der Lagune. Wir haben viel Zeit. Unser Weiterflug nach Adelaide geht erst um 22:30Uhr. Zum Flughafen brauchen wir ca. 2h. Es ist sehr schön hier. Man könnte auch viel gehen, aber erstens ist unser Handgepäck zu schwer - die Reisetaschen sind durchgecheckt nach Adelaide – und zweitens habe ich total geschwollene Fußgelenke und die Schuhe anziehen ist schwierig. Wie das wohl wieder weggeht? Seit heute nehme ich Wacholderkapseln zum Entwässern. Ob sie wohl wirken werden?

Sa. 30. März

Sehr viel Relaxing hat der Ausflug nach Sentosa nicht gebracht. Wir haben zwar abwechselnd ein bisschen geschlafen, aber die feuchte Hitze, oh je. An der Orchardroad in einem Shoppingcenter gingen wir gegen 17:00Uhr eine Kleinigkeit essen. Bald nach dem Start unseres Fliegers kam das Abendessen, d.h. gegen 23:00Uhr. Danach konnten wir ca. 5h gut schlafen, anschließend machten wir uns frisch, Gymnastik, Frühstück.

Um 7:30Uhr Landung in Adelaide. Elvi und Peter holten uns ab. Wir hatten sie 1994 bei einer Wanderung in den Grampians kennen gelernt. Seitdem hielten wir Schreibkontakt. Sie waren beide so sehr gastfreundlich. Sie fuhren mit uns zu ihrem Haus, wir aßen Rodonkuchen mit Sahne, tranken Kaffee und erzählten viel. Sie fuhren uns anschließend zum Shoppingcenter. Beim RAA bekamen wir kostenlos Straßenkarten und im Woolworth kauften wir einiges für unsere zukünftigen Frühstücke und Obst und Getränk. Zum Kochen und Braten kauften wir noch nichts weil wir erst den Bushcamper anschauen wollten.

Peter fuhr uns zu Brits und wir guckten uns das Auto an. Es hat also nur eine Eisbox und alles ist sehr klein und beengt. Ich komme mir plötzlich vor wie durch die Mangel gedreht. Der Jet Lag! Sie fahren uns also zum Hotel Barron Townhouse. Peter will uns nächsten Morgen abholen und uns helfen, den Bushcamper zu übernehmen. Wir schlafen von mittags bis 16:00Uhr ohne Essen, wandern bis 18:30Uhr durch die Rundle Mall und dann in den von Peter empfohlenen Grill-Inn. Das Essen war gut und reichlich und deshalb mussten wir noch einen kleinen Gang machen. Die Abgeschlagenheit ist aber bald wieder da und drum lagen wir um 20:00Uhr im Bett und schliefen bis 6:30Uhr. Die Uhr mussten wir diese Nacht um eine Stunde zurückstellen.

So. 31. März

Frühstück im Hotel. Peter kommt pünktlich. Wir holen den Bushcamper. Auf Anraten von Peter haben wir eine umfassende Versicherung für den Wagen abgeschlossen, eine CDW Versicherung. Wir fahren zu Peter und Elvi nachhause, trinken Kaffee und ab geht’s mit seinem Toyota die 80 km nach Victor Harbour an der Südküste. Peter kauft fish and ships, dazu Bier und wir vertilgen alles draußen an einer Tischbank auf dem public grass, öffentliche Liegewiese. Wir machen dann einen langen Gang über eine Brücke zu einer kleinen Insel und wandern um diese herum. Es gibt interessante Steinformationen und immer der Blick übers Meer mit einem warmen Wind im Gesicht. Weiter fahren wir zu einer kleinen beachtown Wohnungen in der Nähe des Strandes. Wie auf der Herfahrt schon gesehen, alle Wiesen sind vertrocknet, nur die Eukalyptusbäume sind noch grün. Aber es gibt auch bewässerte Weinfelder, Mandelbaumplantagen und Erdbeerfelder. Wir machen Halt bei einer hübschen Picknick Area, Rastplatz. Elvi hat Kaffee und Kuchen dabei und wir haben immer noch viel zu erzählen. Sie sind 1957 von Wien nach Australien ausgewandert, mit einem kleinen Kind. Sie fanden in Österreich keine Wohnung und keine Arbeit. Heute haben sie 2 Söhne und eine Tochter, alle verheiratet und alle haben Kinder. Peter war im Baugewerbe, hat sich später selbständig gemacht, hat Häuser gebaut und verkauft. Seit ein paar Jahren hat er sich zur Ruhe gesetzt und hat monatlich Mieteinnahmen aus nicht verkauften Häusern. Sie können sich gut helfen.

Zurück von unserem Ausflug in ihrem großen Haus räumen wir unseren Wagen ein. Sie bestehen darauf, dass wir im Gästezimmer schlafen. Peter macht inzwischen ein Barbecue auf der überdachten Terrasse. Es gibt Rotwein dazu. Es wird 24:00Uhr bis wir ins Bett kommen.

Mo. 1. April 333 km

Adelaide – Quorn

Ich habe sehr schlecht geschlafen. Alles Erlebte ging mir im Kopf herum. Sorgen mache ich mir, meine Füße sind immer noch total geschwollen. Aber nichts anmerken lassen. Nach einer erfrischenden Dusche und einem leckeren Frühstück mit Elvi und Peter verabschieden wir uns bis zum Wiedersehen am nächsten Samstagmittag und fahren los Richtung Norden auf dem Hwy 1.

Die Landschaft ist öde und flach, alle Weiden vertrocknet gelb, die Felder abgeerntet.

Es ist Herbst. Mittags machen wir einen einstündigen Gang über das lange Jetti Schiffsanlegesteg in Port Germain und um 18:00Uhr landen wir in Quorn, ein Outback Städtchen. Das Abendessen im Hotel Restaurant war ordentlich und preiswert. Um 18:30Uhr ist es dunkel. Drum sind wir um 21:00Uhr im Bett.

Di. 2. April 121 km

QuornWilpena Pound

Unsere Kiste ist wirklich nur ne Kiste. Man kann, bzw. muss im Sitzen Kaffee und Tee kochen. In der Eisbox haben wir noch kein Eis. War noch nicht nötig bis jetzt. Nach dem Frühstück, räumen, säubern, und duschen. Wir fahren dann von Quorn um 9:00Uhr Richtung Hawker, aber über eine Gravelroad durchs Gelände. Zuerst ist die Landschaft noch flach mit abgeernteten Weizenfeldern, auf denen Schafe die restlichen Halme fressen. Ab und zu sehen wir ein bescheidenes Farmhaus mit Unrat drumherum. Dann geht der Weg durch drei Schluchten. Wir brauchen Bewegung und machen deshalb einen schönen Gang. An den tiefsten Stellen der Schlucht gibt es noch Wasser und es wächst Zyperngras und Schilf. Auf dem Hochplateau darf man kampieren, aber es gibt keine Facilities, Campingeinrichtungen.

Unser nächstes Ziel ist Hawker: Breite Straßen im Karree, flache Häuser, oft aus Blech. Auch eine ansehnliche Picknick Area mit public toilet bietet Hawker. Hier ist lunchtime angesagt mit Cornflakes, Obst und Kakao. Eine Menge Blackflies kleine schwarze Fliegen sind schon unterwegs. Anschließend geht’s weiter nach Wilpena Pound. Wir holen uns eine kostenlose Wanderkarte und gehen 2h lang einen schönen Weg. Wilpena Pound ist der riesige, flache Kraterboden eines lange erloschenen Vulkans. Er ist struppig bewachsen. Es gehen gepflegte

Auf dem Weg nach Arkaroola

Wanderwege hindurch und rundum türmt sich der aufgeworfene Kraterrand.

Auf dem nahegelegenen Caravanpark machen wir uns frisch und gehen zu Fuß, nicht weit, zum Motel Restaurant fürs dinner. Da es um 19:00Uhr stockeduster ist und wir um 20:30Uhr mit

Essen und Verdauungsgang fertig sind, liegen wir schon wieder um 21:00Uhr auf unserem Polster. Raimund will heute unten schlafen, oben hat er zu wenig Kopfhöhe. Also geht das super-ultra Räumen los. Gut, dass wir dicke Lesebücher und gutes Licht haben, so können wir uns gemütlich lang machen und entspannen.

Mi. 3. April 221 km

Wilpena Pound – Arkaroola

Schon früh führte uns der Weg vom CP in Wilpena zum Briddle Gap. Gap heißt Kluft und ist ein wildes, steiniges, tief eingekerbtes Bachbett ohne Wasser. Wir durchquerten den ganzen Kraterboden. Ein lichter Wald von pinienähnlichen dünnen Bäumen spendet wenig Schatten. Emus wanderten herum und Kakadus krächzten in den Bäumen. Wir waren 4h unterwegs. Zum Schluß wurde es sehr heiß.

Es gab wieder kalte Küche und wir hatten viel Trinken nachzuholen. Erst noch Tanken und schon geht’s weiter hier in den Flinders Ranges. Nach 200 km auf guter Gravelroad mit 80-100kmh erreichen wir Arkaroola. Ein gutes Känguru Filet Steak zum dinner lässt mich fürs erste vergessen, wie müde ich bin. Aber vor dem Schlafen haben wir Elvi noch angerufen.

Do. 4. April 305 km

Arkaroola – Copley – ParachilnaHawker.

Im shop konnten wir uns einen Wanderplan holen. Mit diesem war ein einstündiger Bushwalk, Wanderung durch den Busch eine schöne Sache. Erst durch ein Tal, dann aufwärts auf einen roten Felsen, auf schmalem Pfad unterhalb des Grats zurück zum Auto. Ausnahmsweise eine Rundwanderung. Als wir Christoph anriefen, dachten wir, es sind 11 Stunden Zeitunterschied, stattdessen sind es nur 7,5 Stunden. Daher weckten wir ihn um 2:45Uhr in der Nacht. Nach dem Telefonat reizte uns eine abenteuerliche 4WD Tour zu einem Waterhole Wasserloch für Tiere. Leider waren keine Tiere da. Die Landschaft ist grandios.

Weiter geht’s quer durch den Flinders NP. Immer noch Gravelroad, aber gut planiert. Gegen 13:00Uhr machen wir Halt unter einem schattenspendenden Baum. Gegessen wird aber drinnen, weil draußen zu viele Blackflies herumfliegen. Nach einem kleinen Nickerchen geht es noch ca. 80 km auf der Gravel weiter nach Copley. Ab dort fahren wir auf Asphalt. In einer bakery Bäckerei genehmigen wir uns einen Kaffee. Für heute Abend haben wir Parachilna vorgesehen, tolle Werbung im Prospekt. Es sind von Copley noch 70 km. Als wir dort ankamen, machte Haus und Gelände einen schrecklichen Eindruck. Eingang und Fenster wirken schaurig und viel Sperrgut liegt herum. Ohne Aussteigen rasen wir mit 120 kmh weiter nach Hawker, noch mal 80 km. Ankunft 17:00Uhr, heute 305 km gefahren. Der gute Big4 CP entschädigt uns. Duschen und Haare waschen steht an.

Gut gelaunt und entspannt gehen wir zum dinner ins historische Railway Station Restaurant. Die Wirtin hat einen langen Rock über einem dicken Hintern und einen langen Zopf. Der Wirt ist ein typischer Outbackkerl. Bei Vollmond spazieren wir gemütlich zurück zu unserer Miniwohnung. Ein schöner Abend!

Fr. 5. April

Hawker – Clare 238 km

8:30Uhr Abfahrt von Hawker, Big4 CP. Ich wollte noch Briefmarken kaufen, aber heute ist Karfreitag und alles ist geschlossen. Über Quorn geht’s auf den Hwy1. Hinter Port Pirie biegen wir ab nach Christal Broke. An einem Roadhouse gibt es eine Tasse Kaffee. Gegen Mittag suchen wir ein Takeaway, Essen zum Mitnehmen. Unsere Vorräte sind alle, morgen ab Mittag sind wir bei Elvi. Am Sonntagmorgen geben wir den Wagen ab und fliegen von Adelaide nach Perth. Siehe da, in Yacka hat ein Dairy geöffnet, das sind kleine Tante Emma Lädchen im Kioskstil. Wir kaufen 2 Pastries, fahren zur örtlichen Public Recreation Area und machen eine lange Mittagspause. Nach weiteren 50 km sind wir in Clare, einem hübschen Städtchen. Eine liebenswürdige Dame im Info Center bestellt uns einen Platz im Restaurant für 18:30Uhr. Der Caravanpark ist schrecklich voll wegen Osterurlaubern. Das Wetter ist schwül warm.

Ostersamstag, 6. April 134 km

Clare – Adelaide

Wir sind froh, dass wir von dem überfüllten CP wegkommen. Auf unserem Weg Richtung Süden finden wir die Winerie Sevenhill und kaufen einige Flaschen Wein für Elvi und Peter. In Gawler machen wir noch mal einen Halt. Gawler ist wieder eine schöne Stadt mit rundum Weinanbau. Wir sehen überdachte Bürgersteige, gut sortierte, saubere Geschäfte, westernmäßige Fassaden.

Um 13:00Uhr sind wir bei Elvi und Peter. Wir erfahren, dass sie Gäste eingeladen haben, auch Deutsche. Ab 15:00Uhr sind wir also zu 8 Leuten auf der überdachten Terrasse bei Apfelstrudel mit Sahne und Kaffee, selbstgemacht, versteht sich, schließlich ist Elvi Wienerin. Später gibt’s Ananasbowle und am Abend startet ein typisch australisches Barbecue. Es gibt Schweine- und Rinderbraten, sowie Pumpkin, Kürbis Sauerkraut, Salat und garlicbreat, Knoblauchbrot, dazu Wein oder Bier, wie man will. Dabei sind Inge und Bernhard aus Duisburg, Anni aus Österreich und ihr Mann Rolf aus Köln. Erstere sind 1962, Rolf und Frau 1982 ausgewandert. Es wird ein wirklich interessanter Abend. Um 24:00Uhr können wir die Augen nicht mehr aufhalten. Die Gäste verabschieden sich und wir schlafen im Gästezimmer.

Ostersonntag, 7. April

Adelaide – Perth fliegen

Nach Duschen und gutem Frühstück bei Elvi und Peter fahren wir den Bushcamper zu Brits. Die beiden kommen uns abholen und fahren uns zu ihrer Tochter Susi. Sie hat zwei kleine Kinder, ein Junge von einem Jahr und ein Mädchen von drei Jahren. Die Susi ist schüchtern und sagt nicht viel. Sie macht aber Kaffee für alle. Vielleicht kommen wir ungelegen aber Peter will uns das Haus zeigen, das er gebaut und seiner Tochter geschenkt hat.

Ein kurzer Abstecher nach Glenelg, der Vorstadt mit Badestrand von Adelaide, verbunden mit einem Spaziergang ist noch drin, dann bringen sie uns zum Airport. 13:40Uhr Flug nach Perth. Dort stellen wir die Uhr 1,5h zurück. Ein Taxi bringt uns zum Wentworth Hotel. Ich lege eine Weile die Füße hoch, weil sie immer noch an den Knöcheln geschwollen sind. Ab 17:00Uhr spazieren wir durch die Fußgängerzone und wundern uns wie schön es hier ist. Leider ist alles geschlossen, weil Ostersonntag ist. Wir finden London Court, eine hübsche Einkaufsstraße. Der Wirt eines kleinen Restaurants, der vor der Türe steht und uns als Touristen erkennt, fragt, ob er uns helfen kann. Wir kommen ins Gespräch. Er empfiehlt uns, in die Williamsroad zum Abendessen zu gehen. Wir sagen, wir kämen morgen zum Frühstück zu ihm. So sind wir am Abend im Wise Monkey, sehr romantisch, auf dem umlaufenden Balkon im ersten Stock. Es ist warm und wir finden alles toll. Auf dem Rückweg rufen wir Harald an. Wir haben 21:00Uhr, er hat 15.00Uhr.

Ostermontag, 8. April 46 km

Perth – Fremantle – Perth

Auch heute ist alles geschlossen. Wir gehen nach London Court frühstücken, machen Fotos, checken im Hotel aus und fahren per Taxi zu Brits. Dieser Bushcamper ist schon etwas verbrauchter, die Klimaanlage muss repariert werden. Die Windschutzscheibe hat mehrere Steinlöcher. Wir müssen morgen deshalb noch mal hin zum Auswechseln. Auch die Gasflasche ist nicht dicht. Halbwegs zufriedengestellt düsen wir los nach Fremantle. Es ist die Seehafenstadt von Perth. Es hat uns dort nicht so gut gefallen. Schließlich landen wir nördlich Perth auf dem CP Karinyup und essen chinesisch in der Nähe. Heute war ein heißer Tag.

Di. 9. April 190 km

Perth - Karinyup – Cervantes

Abfahrt vom CP Karinyup um 7:00Uhr ohne Frühstück aber frisch geduscht. Über den Freeway geht’s nach Perth Mitte, wir frühstücken im Restaurant, Nähe RAC. Wir kriegen 2 gute Karten für 1$. Wir fahren näher an die Mall, finden problemlos einen Parkplatz und gehen zu den Läden, die die schönen Coogi-Jacken haben, wir haben sie ja gestern schon entdeckt. Wir entscheiden uns positiv und zahlen mit Kreditkarte. Auch kaufen wir jetzt allerlei Lebensmittel für unsere Eisbox, auch Eiswürfel. Im Info Center kaufen wir noch die fehlenden Regionalkarten von Westaustralien und machen uns dann auf den Weg zu Brits. Die undichte Gasflasche wird noch ausgewechselt. Ein Angestellter Schweizer Herkunft sprach deutsch und wollte uns weismachen, die Gasflasche sei nicht undicht, obwohl jeder den Gasgeruch im Auto leicht ausmachen konnte. Raimund blieb eisern und erreichte, was er wollte.

Zum Auswechseln der Windschutzscheibe müssen wir in eine Werkstatt fahren. Sie liegt außerhalb der Stadt, Richtung Norden, wo wir sowieso hin wollen. Wir kriegen von Brits einen schriftlichen Auftrag für die Werkstatt O’Brien mit, finden sie auch, mit Hilfe unserer guten Karten, Auswechslung klappt reibungslos und schnell und darum können wir endlich mit einer Möhre und einer Banane im Bauch unsere eigentliche Reise beginnen.

Nach 200 km erreichen wir Cervantes mit einem herrlichen weißen Sandstrand. Das Meer ist nicht kalt. Es sind etliche Leute im Wasser. Der Abend ist mild, wir bewundern den Abendhimmel. Da es früh dunkel ist, finden wir mit unseren Taschenlampen vom Strand zurück zum CP. Heute Abend blieb die Küche kalt. Es gab Stangensellerie, Philadelphia, Brot und Marmelade, Kaffee. Wir konnten lange draußen sitzen unter einem herrlichen Sternenhimmel. Wir stehen wieder zwischen Zelten, weil wir keinen Stromanschluß brauchen. Raimund hat ein kleines Lämpchen von zu Hause mitgebracht, das brennt auf 12V

Pinnacles im Nambung Nationalpark

und man kann es aufhängen, wo man es braucht. Deshalb kann ich bei gutem Licht sowohl draußen als auch im Wagen schreiben.

Mi. 10. April 223 km

Cervantes – Nambung NP – Port DenisonGeralton

Heute Morgen um 6 wurden wir von einem Höllenlärm geweckt. Es hörte sich an, als seien Panzer oder Flugzeuge in Aktion. Wir zogen etwas über und folgten, mit Taschenlampen bewaffnet, einem schmalen Pfad durch Schilf und hohes Gras Richtung Meer. Dort fanden wir die Ursache des Lärms. Vor der Küste lagen ca. 40 Schiffe, also eine große Fischfang– flotte zum Auslaufen bereit.

Wir kamen deswegen heute besonders früh weg. Von Cervantes ging es zum Nambung NP. Hier stehen in goldgelbem Sand ca. 150.000 bizarre Kalksteinsäulen, mal rund, mal spitz, mal scharfkantig und gezackt. Sie haben Höhen von ca. 10cm bis 5m. Es sind die Pinnacles. Ihr Alter wird auf 10000 – 30000 Jahre geschätzt. Dazwischen wachsen hier und da sehr kleine Sträucher und Wildblumen. Man darf 5 km auf einer hergerichteten Piste hindurchfahren. Es gibt auch Halteplätze. Dann kann man ungebremst zu Fuß seinem Fotografierdrang nachgeben. Wir bleiben mehr als 2h in diesem einmaligen, interessanten Gelände, ehe wir auf dem Hwy1 weiter Richtung Norden reisen.

In Port Denison ist ein schöner CP an sauberem weißen Strand. Wir wollen jedoch heute noch nach Geralton. Dort im Info Center erfahren wir, wo wir abends gut Lobster, Hummer oder auch Crayfisch genannt, essen können. Ein Rundgang durch die örtliche Lobster Factory ist wohl auch ganz interessant. Diese Besichtigung planen wir für morgen früh. Der CP in Geralton ist sauber und ordentlich. Der Strand ist nicht so ansehnlich, es liegen zu viele abgestorbene Algen herum. Wir schwimmen also im CP pool, der ist appetitlich. Das Lobster Dinner nehmen wir in einem romantischen Garten Restaurant ein. Wir kommen ins Gespräch mit anderen Gästen und erfahren, dass südlich von Port Hedland ein starker Zyklon, Wirbelssturm auf die Küste gerast ist

Pinnacles im Nambung Nationalpark

und auf dem Weg ins Inland ist. In der Nacht ist es sehr windig und es regnet.

Do. 11. April 155 km

GeraltonKalbarri

Im Info Center hören wir, dass wir noch 300 km fahren können. Nördlich von Carnavon hat der Zyklon die Straße demoliert. Da kommt man z.Zt. nicht weiter. Um 9:30Uhr nehmen wir an einer Führung durch die Lobster Verarbeitungsfirma teil. Sie haben 90 Becken mit Meerwasser. In jedem sind 50 kg Lobster. Sie werden sortiert und so verpackt, dass sie lebend in USA oder Japan per Flug ankommen.

Gegen 11:00Uhr geht unsere Reise weiter Richtung Norden. Am Ausgang der Stadt halten wir bei einer Firma, die unseren Gaskocher kostenlos repariert. Vom Abzweig nach Kalbarri führt eine Sandpiste durch den Busch zu einer Gorge, Schlucht am Murchisonriver. Sehr beeindruckend sind die Formen und Farben der Sandsteinklippen. Der Himmel ist bedeckt. Es ist mild, viel Wind kein Regen. Kalbarri ist ein schöner kleiner Urlaubsort. Wir buchen auf einem guten CP am weißen Strand, herrliches Wasser, genügend Parkplätze, Tischbänke mit Schattendach, public toilets, Bootsverleih usw. Man kann es kaum glauben, diese kleine Stadt ist umgeben vom Meer und hunderten Kilometern Busch. Aber es fehlt an nichts. Da sind Geschäfte jeder Sorte und Restaurants jeder Art. Nach einem langen Strandgang landen wir in einem Restaurant, das sich sehr exklusiv gibt, aber das was auf den Teller kommt ist viel zu teuer. Wir ärgern uns, weil es so wenig war und kaufen noch fish & ships am Takeaway. Um 21:00Uhr lassen wir den Tag ausklingen mit Lesen und Schreiben.

Fr. 12. April 399 km

KalbarriMonkey Mia

Von Kalbarri geht es um 8:30Uhr los, und zwar noch mal an den Murchisonriver, die Steilküste am indischen Ozean mit ihren Felsformationen bewundern. Anschließend begeben wir uns auf

In Monkey Mia mal keine Delphine

eine lange Strecke. An einem Roadhouse legen wir eine Pause ein. Um 17:15Uhr sind wir in Monkey Mia. Vorher gab es noch einen Abstecher zu den Stromatolites, das sind lebende Mikroorganismen an der Küste, die aus dem Wasser herauswachsen aber eigentlich nur aussehen wir Steine. An einem weiteren Küstenabschnitt sahen wir einen Muschelstrand. Millionen kleine weiße Müschelchen bilden einen Strand, 500m breit und zig km lang, kein Sand, nur fingernagelgroße Muscheln, alle gleich klein. Das Ferien Resort in Monkey Mia ist groß und durchorganisiert. Es ist so gut wie ausgebucht. Man findet aber noch einen Stellplatz für uns. Vor dem Dunkelwerden bleibt nur noch Zeit für einen Erkundungsgang

Sa. 13. April 351 km

Monkey Mia – Carnavon

Um 7:30Uhr sind wir in Monkey Mia am Strand. Wir haben Badezeug an und gehen bis zu den Oberschenkeln ins Wasser. 5 Delphine kommen, gucken und schwimmen wieder weg. Mit uns stehen noch ca. 80 Leute in einer Reihe knietief im Wasser. Die Delphine kommen und gehen. Dann kommt ein Ranger, stellt sich ins Wasser vor die Menschenreihe und kommandiert sie zurück Richtung Sand. Die Delphine kommen wieder und der größte stubst den Ranger gegen das Bein. Der zeigt dem Delphin seine Armbanduhr. Er geht vor der Menschenreihe hin und her und erzählt irgendwas, allerdings nur von demjenigen unmittelbar in seiner Nähe zu verstehen. Das Spielchen wiederholt sich mehrmals. Die Leute filmen und knipsen, wenn der Fisch beim Ranger den Kopf aus dem Wasser hebt. Schließlich kommen drei Leute, jeder mit einem Eimer voller Fische. Gnädig werden ein paar Zuschauer herangewunken, die den Delphinen einen Fisch ins Maul gleiten lassen dürfen. Als die Fische alle sind, sind die Delphine weg. Der Ranger verbietet zu schwimmen, solange die Delphine vor dem Strand zu sehen sind. So ein Quatsch! Über die Art des Rangers, wie er die Touristen verdummbeutelt hat sind wir verärgert. Die Delphine kommen nämlich öfter über Tag in Strandnähe und das ruhige, warme Wasser ist in ganzer Breite vor dem Resort zum Schwimmen freigegeben.

Uns treibt es weiter, weil wir noch so viele km vor der Brust haben. Nach Dusche und Frühstück fahren wir weiter nordwärts 359 km nach Carnavon. Rechts und links des Hwy shrubs and brushes, Büsche und Gestrüpp. Manchmal lange Strecken Zäune. Dahinter vermutlich Schafe. Wir kriegen aber keine zu sehen. Tagsüber scheint die Sonne heiß vom blauen Himmel, abends wird es frisch. Der CP in Carnavon ist gepflegt und ruhig. Um 15:00Uhr sind wir schon da. Nach der Platzbuchung fahren wir noch 3 km zum Pelikan Point zum schwimmen im Indischen Ozean. Abends gibt es fish & chips.

So. 14. April 238 km

Carnavon – Coral Bay

Von Carnavon geht es weiter um 8:30Uhr. Wir sehen eine Menge Obstplantagen, hauptsächlich Bananen. Wir hätten gern eine Führung mitgemacht und Obst gekauft. Aber samstag nachmittag und sonntags ist alles geschlossen. Der Supermarkt ist offen von 8 am bis 8 pm. Das Städtchen Carnavon gefällt uns aber wir wollen weiter.

Gegen 11:30Uhr sind wir in Coral Bay. Das ist ein kleines Holiday Village, mit einem Holiday Resort, einem Caravanpark, Supermarkt, Postoffice, Bakery, Restaurant, Pizzeria und vor allem weißer, feiner Sandstrand, blaues, weit flaches, warmes Meer, bewachsene Sanddünen, kleine weiße Schiffe. Nicht weit vorgelagert ist ein Korallenriff. Man kann Glasbottomboattour, Fishingtour, Snorkeltour buchen. Wir fahren mit unserem Auto auf den Sandstrand und baden im Meer. Dann machen wir in unserer Kiste bei Durchzug Mittagspicknick und anschließend eine Strandwanderung. Ausruhen können wir uns später im Autoschatten auf unseren Campingstühlchen bei einem gekühlten Getränk aus unserer Eisbox. Vor dem Abendessen aus unserer kalten Küche gehen wir noch für morgen früh eine Bootstour mit Glasboden zum Riff buchen. Als Tüpfelchen auf dem i des heutigen Tages gibt es noch ein Bier an der Bar. Sonnenbrand hab ich, zum Glück nicht stark.

Wir rufen noch bei Harald an. Er hat 13:00Uhr und ist gerade von Bergheim zurück in Karlsruhe. Er war gestern Abend mit Christoph im Kino. Er erzählt uns, dass der Flughafen Düsseldorf vergangenen Freitag abgebrannt ist. Es gab einige Tote und ein großes Chaos. Schrecklich!

Mo. 15. April 420 km

Coral Bay – Fortescueriver Roadhouse

Nach dem Auschecken im CP Coral Bay müssen wir noch einkaufen und tanken, dann geht es auf Tour mit dem Glasbodenboot. Langsam schippern wir über das Korallenriff, zum Staunen vielseitig in Formen und Farben. Viele dicke Barracudafische schwimmen direkt unter dem Glasboden und begleiten uns bis zurück zum Steg. Dort dürfen wir sie füttern. Sie streckten die Köpfe aus dem Wasser und sperrten das Maul auf. Nach der Bootstour nahmen wir uns noch Zeit genug zum Schwimmen. Ein Haus mit Duschen, Toiletten und Umkleidekabinen gibt es ja gleich nahbei.

Gegen 12:00Uhr sind wir wieder auf dem Hwy. Bis zum nächsten Ort sind es 600 km. Unterwegs gibt es ein Roadhouse mit Campingplatz. Lange ist die Landschaft eintönig, flach und leer. Nach ungefähr 200 km überqueren wir den trockenen Yannarieriver. Im Flussbett stehen schöne weißstämmige Bäume. Etwas weiter kommen wir an das Nanntarra Roadhouse am Ashbourtonriver. Dieser Fluss ist so breit wie die Mosel und führt eine Menge schnell fließendes braunes Wasser. Drum herum ist alles frisch grün. Das sind anscheinend die Auswirkungen des Zyklon, der mit viel Regen hier hinüber brauste.

Um 17:30Uhr sind wir am Fortescueriver Roadhouse. Weil es in einer Stunde dunkel ist, bleiben wir hier über Nacht. Hier sind viele Zyklonschäden zu beklagen. Die haushohen Reklame- und Hinweisschilder sind umgestürzt. Das Dach vom Restaurant ist weggeflogen. Es gibt also heute Abend ein Open Air Dinner.

Irgendwo der beliebteste Halt auf allen Australienreisen

Beim Bestellen in der Taverne lernen wir Denni kennen, ca. 40 Jahre, schlank, beweglich, spricht gut Deutsch. Seine Mutter ist Deutsche. Bis zu seinem 16ten Lebensjahr hat er mit seiner Mutter nur deutsch gesprochen, dann aber nur noch englisch, weil sie in der Schule gesagt haben, er sei ein Nazi. Er ist geschieden und seine Frau lebt mit seinen 2 Kindern in Perth. Er macht hier einen Neuanfang, sagt er. Seine neue Frau macht uns ein T-bone- und ein Porterhouse Steak, mit Fritten und Salat. Ein leckeres Dressing fehlt am Salat aber das Fleisch ist Spitze. Der Caravanplatz hinter dem Haus ist schön angelegt mit bewässertem Rasen. Das Duschhaus ist ordentlich und sauber, wenn auch kleine beigefarbene Frösche die Wände hochklettern.

Di. 16. April 471 km

Fortescueriver Roadhouse – Pardoo Roadhouse

Um 6:30Uhr schon verlassen wir das Fortescue Roadhouse, ohne Frühstück. 80 km weiter, am Maireeriver, Wildnis pur. Der Zyklon hat eine Menge Land weggeschwemmt. Der River hat aber klares Wasser mit starker Strömung. Habe keine Lust, mir da eine Stelle zum Baden zwischen den Felsen zu suchen. Wir frühstücken genüsslich und fahren weiter nach Karratha. Es ist eine große Flächenstadt, Schlafplatz der Bergleute. Wir waschen und trocknen, 1Std. für 9$, teuer. 11:40Uhr sind wir wieder auf Tour, 240 km nach Port Hedland. Bei einer Pause am Hotel Whim Creek gibt es ein Müsli. In Port Hedland ist es feucht heiß und es stinkt und staubt. Das kommt von der Salz- und Eisenerzindustrie. Wir tanken und kaufen ein und schnell weg hier Richtung Broome. 17:30Uhr Halt beim Roadhouse Pardoo. Schnell ist es dunkel. Unterwegs hatten wir ein Gewitter mit starken Regengüssen. Die Landschaft war seit Coral Bay furchtbar langweilig. Abendessen gibt es aus der Eisbox mit zwei cans lightbeer.

An einem Tag ein Flussbett staubtrocken

und ein anders überschwemmt.

Mi. 17. April 490 km

Pardoo Roadhouse – Broome

Auch vom Pardoo Roadhouse sind wir wieder weg ohne Frühstück um 6:30Uhr. Um 7:30Uhr erreichen wir die Eigthy Mile Beach. Es gibt hier einen Palmen bestandenen CP, und einen weißen Strand mit vielen Muscheln. Wir frühstücken, machen einen längeren Strandgang und sammeln Muscheln. Es kommen einige Leute mit riesigen Angeln und versuchen ihr Glück vom Wasserrand aus. Wir schauen zu. Sie schlagen den Fischen sofort den Kopf ab. Ich frage. Einer erklärt, die Köpfe seien sehr giftig und müssten sofort abgeschlagen werden, damit das Gift nicht in den Fischkörper dringt. Trotzdem müssten die Fische gut durchgekocht werden. Was es nicht alles gibt!

Gegen 10:00Uhr Weiterfahrt nach Broome. Am frühen Nachmittag kommen wir an. Zuerst zum Info Center und einkaufen dann an den Cable Beach. Es ist ein wunderschöner breiter, weißer Sandstrand. Oben auf der Düne eine große, grüne Wiese mit Schatten spendenden Palmen. Einen Showerblock und Kiosk gibt es auch. Wir schauen und genießen die Schönheit dieses Ortes. Wir haben keine Lust mehr auf ein Bad im Meer, immer den Sand zwischen den Zehen! Wir können mit unserem 4WD auf den Strand hinunter fahren. Da wo der Sand feucht und fest ist, kann man fahren und gut gehen. Dann kommt der Sonnenuntergang. Wunderbar! Es ist feuchtheiß. Man muss sich dem ergeben. Wir überlegen, auf den stadtnahen CP zu fahren und in einem Restaurant zu essen. Den CP in der Dunkelheit zu finden, ist nicht leicht, und ein Restaurant haben wir auch nicht gesehen. Drum gibt es der Einfachheit halber im Kiosk des CP fish & chips. Dabei werden wir an den Beinen ziemlich heftig zerstochen von klitzekleinen Biestern. Seit 18:00Uhr ist es stockdunkel. Neben uns steht ein mittelgroßer Bus, da quatschen sie bei lauter Musik. Wir schwitzen und kommen nicht zum Schlafen. Mitten in der Nacht fährt Raimund auf einen anderen Standplatz. Da kommt mehr Wind vom Meer durch unsere Fliegengitter. Jetzt schläft es sich besser.

Am Indischen Ozean

Do. 18. April

In Broome

Heute bleiben wir in Broome. Nachdem uns die Sonne um 6:00Uhr geweckt hatte, gab es kein Halten mehr in der heißen Kiste. Wenig anziehen, und die Düne runter ans Meer. Und siehe da, das Meer war weg, weit weg, Ebbe. Wir gingen Richtung Wasser. Zuerst eine längere Strecke Sand, dann Schlick. Als wir das Wasser erreichten, sahen wir, es ist auflaufende Flut. Wir mussten zurück. Bei der weiten, flachen Ebene kommt das Wasser schnell. Es folgte uns auf dem Rückweg buchstäblich auf dem Fuße.

Nach Dusche und Frühstück fahren wir in die Stadt und lassen meine ersten 4 Filme entwickeln. In dem schönen, gekühlten Einkaufcenter finden wir eine Bank und trinken was Kaltes. Als nächstes wollen wir das Shellhouse besichtigen. Es liegt hier alles zu weit auseinander um zu Fuß zu erreichen, und schließlich haben wir im Auto Klimaanlage. Im Shellhouse gibt es viel aus Perlmut und die verschiedensten Muscheln zu bewundern. Ein junger Mann arbeitet mit Geschick und ordentlichen Maschinen Schmuck aus Perlmut. Raimund kauft mir einen schönen, weißen Perlmutangelhaken an einer Halskette.

Von den Fotos sind wir begeistert. Wir fahren zum Cable Beach Caravanpark, weil auf dem Roebuck CP von gestern Abend so viele Stechbiester aus den Mangroven kommen. Der CP ist super, sauber, ordentlich, viel Platz, Schatten. Es gibt ein Mittagspicknick, wir lungern herum, dann fahren wir, nicht weit, hinunter auf den Sandstrand. Das Wasser des indischen Ozeans ist badewannenwarm. Wir haben uns tüchtig eingecremt und Raimund hat ein Hemd an. Wir bleiben lange im Wasser. Abends fahren wir in die Stadt und essen Leckeres in einem von Schweizern geführten Restaurant.

Immer freundlich, fröhlich und auskunftsbereit.

Fr. 19. April 400 km

BroomeFitzroy Crossing

Heute reisen wir von Broome nach Fitzroy Crossing, ca. 400 km. Unterwegs filmen und knipsen wir Boabtrees. In Fitzroy leben eine Menge Aborigines. Das Touristbüro führt eine nette, intelligente, weiße Dame. Sie spricht gut verständliches Englisch. Sie empfiehlt uns eine Wanderung in der Geiki Gorge und gibt uns einen Wanderplan mit. Draußen ist ein weiterer Bushcamper angekommen. Ein Ehepaar aus Helmstedt mit sehr dicker Tochter wollen auch Infos. Wir stellen fest, sie haben nichts gelesen, haben keine Karten und können kein Englisch. Nur eine große Schnauze hat er und meint, hier sei ja alles Scheiße. Er wollte die Kimberleys befahren, aber an allen Wegen seien Barrieren, mit Schildern: closed. Er sagt es so, als meine er: Klosett. Es scheint, als wolle er sich an uns hängen. Er ist uns aber unsympathisch. Wir können ihn abhängen. Wir fahren eine kurze Seitenstraße, asphaltiert bis zur Geiki Gorge und gehen eine Stunde durch losen tiefen Sand. Es ist das höher gelegene zweite Flussbett des Fitzroy River wenn er durch Regen Hochwasser führt. Auf der anderen Flussseite bieten uns steil aufragende rot geäderte Felswände. ein faszinierendes Bild.

Es ist sehr warm und nach der Wanderung zurück in Fitzroy sind wir sehr müde. Wir wollen nicht draußen sitzen, es sind zu viele Stechmücken unterwegs. Drinnen, in unserer Minibehausung gibt es kalte Küche, und dabei stellen wir fest, dass wir anscheinend Mücken mit hereingebracht haben. Also, die Jagd ist auf. Wir wollen aber auch unsere Fliegengitter prüfen, ob Löcher drin sind. Unser CP ist gepflegt und gehört zu einer Lodge, mit Motel, Hotel, zwei Restaurants und Tankstelle. An der Bar genießen wir ein Bier als Betthupferl.

Sa. 20. April 452 km

Fitzroy Crossing – Turkey Creek

Vor der Weiterfahrt ab Fitzroy Crossing können wir unsere Vorräte und Eis auffüllen. Heute wollen wir nach Halls Creek.

Die Bungle Bungles aus dem Hubschrauber

Wir fahren durch Cattleland, flach, später rote Felsen, dann wieder shrubs and brushes. Halls Creek ist ein noch schlimmeres Outback- und Abokaff als Fitzroy. Das Touristbüro ist geschlossen. Wir gehen ins police office. Ein netter Polizist rät uns davon ab, die Springcreek Gravelroad zu den Bungle Bungles zu fahren. Der Regen der letzten Monate hätte den Weg kaputt gemacht, und sie würden ihn erst wieder herrichten, wenn die Regenzeit garantiert vorbei sei, und die Trockenzeit beständig sei.

Wir machen also Mittagspicknick unter einem Schatten spendenden Baum. Raimund genehmigt sich ein Nickerchen und ich sitze draußen an einer Tischbank und schreibe. In dem Ort wimmelt es von Aboriginal. Sie sind sehr schwarz und haben dünne Arme und Beine, für uns eine neue Erfahrung. Sie sitzen überall in kleinem Kreis unter einem Baum und singen oder palavern. Einige Abo-Kinder kommen zu mir an den Tisch und fragen mich aus. Auch ich frage. Zuhause sprechen sie ihre Muttersprache. Sie gehen in die Schule und sprechen gut Englisch. Ein Mädchen heißt Esmeralda und ein Junge heißt Kevin. Ich frage sie, ob ich Fotos machen darf. Sie sind begeistert und sortieren sich gegenseitig in Pose. Als Raimund mit der Kamera aus dem Auto kommt, sagen sie, das gäbe ein Movie, das hätten sie im TV gesehen.

Weil der Ort Halls Creek nichts weiter zu bieten hat, fahren wir noch 160 km nach Turkey Creek. Das ist ein Roadhouse mit Tankstelle, Motel, CP und Restaurant. Riesige Roadtrains mit 16 Achsen fahren vor um zu tanken.

So. 21. April 197 km

Turkey Creek – Kununurra

Da wir von Fitzroy Crossing aus mit dem 4WD nicht in die Bungles fahren konnten, entschließen wir uns, hier in Turkey Creek einen Hubschrauberflug zu buchen. Um 8:00Uhr beginnt der einstündige Flug. Wir sitzen nebeneinander: Pilot, ich, Raimund. Es sind keine Türen in der Maschine. Wir sind angeschnallt und haben Kopfhörer mit Mikrofon. Meines geht nicht. Egal, was ich sehe, ist grandios. Die Farben, die Formen! Hunderte von Metern hohe Sandsteinberge, rot-beige-schwarz gemasert, geformt wie Bienenkörbe. Dazwischen tiefe Schluchten. Mir fehlen die Worte, um es ausreichend und treffend zu beschreiben. Der Film und die Fotos werden es zeigen, wie unvorstellbar diese Landschaft ist. Ein Erlebnis besonderer Art.

Anschließend spulen wir mit unserem Bushcamper noch 200 km bis Kununurra ab. Im Info Center buchen wir eine Bootstour auf

Hiddenvalley in Kununurra direkt am Campingplatz

dem Ordriver für morgen. Wir entschließen uns für den Hiddenvalley CP, weil er an den Bergen liegt, und nicht wie die anderen am See wo man mit vielen Mücken rechnen muß. Auf dem Eingangsschild des CP steht sogar: no mosquitos! Es ist ein sehr guter Platz. Eine Stunde im swimmingpool ist sehr entspannend. Ein kurzer smalltalk mit einem netten Ehepaar, Engländer, vor 15 Jahren nach Perth eingewandert freut uns. Den Sonnenuntergang von Kellys Knob Lookout zu erleben, ist ein Muß. Von diesem Berg aus haben wir einen tollen Ausblick auf die Stadt Kununurra und die Umgebung. Eine Menge Leute kommen aus allen Richtungen mit derselben Idee. Im Dunkeln finden wir das Kununurra Hotel und bestellen uns ein Counter Meal: T-bone Steak mit Salat und Fritten. Ein Nachteil, sie haben keine Steakmesser. So müssen wir mit völlig stumpfen Marmeladenschmiermessern das Fleisch schneiden. Es gibt aber ein gutes Bier dazu. Aus dem bottleshop Getränkeladen kaufen wir noch zwei Liter Wein im Karton mit Zapfhahn und trinken auf unserem Standplatz angekommen, ein Gläschen Rosé zum Abschluß des Tages.

Mo. 22. April

In Kununurra

Um 5:30Uhr ist es fast hell. Vom Münztelefon rufen wir Christoph an. Er ist in Bergheim. Wir erfahren, dass er Sa. und So. bei Harald in Waldbronn war und sie gewandert sind. Nach Morgentoilette und Frühstück sind wir schon um 8:00Uhr auf einem herrlichen Gang durch das Hiddenvalley. Vom CP aus geht ein direkter Weg in den Naturpark auch Little Bungle Bungle genannt. Die roten Felsen, schwarz-weiß gestreift, dazwischen die silber glänzenden Stämme der Eukalypten, Gras in vielerlei Variationen mit kleinen Blümchen und blühende Sträucher bieten ständig neue Fotomotive. Es gibt einen guten Pfad bergauf und bergab. Von einem hohen Felsen, Raimund sagt, es sei die Maske des Inders, haben wir wieder eine herrliche Aussicht. Auf einem Fahrweg gehen wir um die Berge herum, zurück zum CP. Wir müssen noch schnell zum Supermarkt, auch wollen wir noch zum Schwimmen in den Pool.

Um 12:30Uhr werden wir abgeholt für die gebuchte Bootstour. Das ist wirklich ein highlight. Wir sind 7 Passagiere auf dem offenen, aber überdachten Boot. Es kann zu einer rasanten Geschwindigkeit aufdrehen. Die Mütze vom Kopf sonst geht sie fliegen. Der Bootseigner zeigt uns Kormorane, Pelikane, Flying Foxes Fliegende Füchse, Wespennester an der Felswand, Sandelholzbäume, Boabtrees, Palmfarne, verschiedene Eukalypten und letztlich nach ca. 45 km einen Wasserfall. Er macht das Boot am Ufer fest. Wir können aussteigen. Er baut einen Tisch auf und bietet an: Muffins, Kaffee, Tee, Saft, Melonenscheiben, Bier usw. Am Anfang der Fahrt bekam schon jeder eine Banane. Die Rückfahrt mit Abendsonne bietet fantastische Fotomotive. Die hier und da am Ufer steil aufragenden roten Felswände spiegeln sich im ruhigen Flusswasser. Das Boot gleitet leise und gemächlich dahin. Ein schöner Tag heute. Nur das anschließende Ausessen war leider ein Flop.

Di. 23. April 228 km

KununurraTimber Creek

Um 7:30Uhr machen wir uns auf den Weg zum Lake Argyl bei warmem Sonnenschein. Vom Staudamm aus haben wir einen weiten Blick über den riesigen See der viele, viele Felder bewässert, die der Wildnis, dem Busch abgetrotzt wurden. Mittagspause gibt es in der nahegelegenen Recreation Area Rastplatz. Unsere Reise geht weiter nach Timber Creek, bestehend aus: zwei Caravanparks, zwei Tankstellen, Motel, Hotel, Restaurant. Ambiente: Outback. Immerhin gibt es einen swimmingpool und die facilities sind ordentlich und sauber. Am großen Spiegel im Duschhaus stehen sogar frische Blumen. Leider hängen die Spiegel so hoch, dass ich, auf den Zehen stehend, gerade meinen halben Kopf sehen kann. Wir haben uns entschieden, hier in Timber Creek zu bleiben, obwohl es erst 15:00Uhr ist. Wir haben uns einfach den swimmingpool verdient. Wir hängen herum und lesen. Um 16:00Uhr lockt der diningroom. Wir essen cattlesteak, paniert, mit Käsesoße drüber. Seltsam. Dazu gebackene Kartoffel und gegrillte Möhren. Dann gibt es hier noch Max. Max bietet Bootstouren an auf dem Viktoriariver. Der Fluss ist braun und schlammig und hat Salzwasserkrokodile. Max wird sie füttern und viel Historie erzählen. Er ist ein bisschen beleidigt, dass wir nicht buchen. Aber wir hatten ja gerade eine herrliche Bootstour auf dem Ordriver. - Das war der Abend in Timber Creek.

Mi. 24. April 266 km

Timber Creek – Katherine

Heute ist Katherine unser Tagesziel. Ungefähr auf der Mitte der Strecke haben wir einen Abstecher gemacht. Nach 2 km Gravelroad konnten wir gut parken. Es gibt sogar ein sauberes Plumpsklo dort. Das entsprechende Wanderkärtchen hatten wir vom Touristbüro in Timber Creek. Wir folgten einem alten Abo Pfad durch die Felsen bergan, und oben an senkrecht aufsteigenden Felsen entlang. Sie sind an vielen Stellen mit Aborigenal Gravierungen versehen. Wir sahen in ein exotisch anmutendes Tal hinunter. Es wachsen Palmen in Felsspalten und an den Hängen. Sie sind selten hier in dem Bereich. Wir kamen uns vor wie im Paradies. Es wurde uns bewusst, dass wir mutterseelenallein im Umkreis von Hunderten von km herumturnen. Nach 1,5 h sind wir zurück am Auto.

In der Stadt Katherine ist Einkaufen angesagt, denn morgen ist Anzactag Gedenktag der gefallenen Soldaten, d.h. alle Läden sind geschlossen. Unser gewählter CP liegt draußen an der Gorge, wo wir morgen wandern wollen. Auf dem Standplatz neben uns sind Deutsche, aus München. Sie haben in Sydney ein 4WD Auto und Zelt gekauft und wollen 1 Jahr in Australien bleiben. Sie waren schon 2x je ½ Jahr hier. Er ist Hobbyornithologe. Sie sind sehr gesprächig und erzählen von ihren Erlebnissen. Auch wir haben

In der Katherine Gorge, Schlucht

einiges beizusteuern und so kommen wir erst um 22:30Uhr ins Bett. Es ist immer noch sehr warm.

Do. 25. April 63 km

Katherine – Katherine Gorge – Low Level Katherine

Katherine Gorge. Gut ausgerüstet gehen wir auf Wanderschaft. Nach 3h, gegen Mittag, ist es sehr heiß. Von einem Felsvorsprung in luftiger Höhe haben wir eine tolle Aussicht auf den Katherineriver, der sich durch die Gorge Schlucht windet.

Es drängt uns runter ans Wasser. Wir breiten unser Handtuch auf der Uferwiese im Schatten aus um uns zu erholen. Aber da wird nicht viel draus. Eine Menge unterschiedlicher, bunter Vögel piepsen und kreischen um uns herum. Und ein großer Waran kommt auch noch heran geschlichen und will unbedingt seinen Weg über unser Handtuch nehmen. Schließlich sammeln wir Bücher und Handtücher ein und erwägen, noch ein wenig im River zu schwimmen. Das Wasser ist uns aber dann doch nicht einladend genug. Wir spazieren noch etwas herum, und beobachten Menschen und Tiere.

Dann fahren wir zurück in die Stadt Katherine. Wir füllen noch mal unsere Vorräte auf und buchen uns auf dem CP Low Level ein. Der Platz ist teuer, aber attraktiv angelegt, groß, wenig belegt und hat einen schönen Pool mit Spa Whirlpool. Im Pool sind Schweizer die nichts sagen und auch nicht grüßen. Seit dem Schweizer bei Brits in Perth, der uns ausreden wollte, dass die Gasflasche undicht ist, sind uns Schweizer suspekt. Heute Abend ist kalte Küche angesagt.

Fr. 26. April 274 km

Low Level Katherine – Edith Falls – Batchelor

Um 9:00Uhr geht es los vom CP Low Level in Katherine. Der Hwy hat uns wieder. Aber bald kommt der Abzweig nach Edith Falls. Hier gibt es sogar neben Carpark, Tischbänken und Klo einen Kiosk. Ein kurzer, guter Pfad führt zu einem runden See, der von einem breiten, nicht hohen Wasserfall gespeist wird. In der Mitte ist eine Sandbank, zu der schwimmen wir. Ich habe mir das Gummikissen mitgenommen, so brauche ich mich nicht viel anzustrengen. Prima Zeitvertreib hier im See.

Weiter reisen wir nach Batchelor, ein Ort, wo man die Häuser zwischen den Bäumen suchen muß. Der Supermarkt ist der erste, der keine Klimaanlage hat, nur Quirle an der Decke. Es ist ziemlich warm drinnen. Trotzdem kaufen wir einiges. Auf dem CP in Batchelor hüpfen wir direkt in den Pool und sprechen mit Engländern, die vor vielen Jahren nach Perth eingewandert und z.Zt. auf Kontinentumrundung sind.

Sa. 27. April 68 km

BatchelorWangi Falls

Abfahrt Batchelor 9:15Uhr Richtung Litchfield Nationalpark. Der erste Haltepunkt ist Buley Rockhole. Wie immer, erstklassige Straße, publictoilet, öffentliche Toilette Natursteinpfad zum glasklar fließenden Gebirgsbach mit Wasserlöchern wo man herrlich baden kann. Einige junge Leute sind da. Sie liegen teils auf den Felsen wie Seehunde, teils sitzen sie im Wasser. Wir nehmen hier noch kein Cool-off, Abkühlung. Auf Foto und Film halten wir diese Idylle fest.

Unser nächster Stop ist bei den Florencefalls. Die Karte verspricht auch hier eine Bademöglichkeit. Ein Lookout bietet einen tollen Ausblick auf die Wasserfälle und den Pool am Fuße der Felsen. Einige Leute schwimmen. Eine sauber angelegte Treppe führt hinunter an den Bach. Wir schwimmen in herrlichem Wasser. In der Mitte des Pools ist ein glatter Fels unter Wasser, auf dem man rittlings sitzen kann. Wir sind nur mit Badehose, Turnhose, Hemd, Kappe, Schuhe, Handtuch und Autoschlüssel ausgerüstet zum Schwimmen. Die vielen Treppenstufen nach dem Bad hinauf machten uns nasser als nass. In der Sonne sind es garantiert 40° C. Wir fahren eine kurze Strecke unter einen schattigen Baum in einem Hochmoor, machen Mittagspicknick und Raimund schläft eine Runde.

Von hier aus geht es weiter durch den Litchfield NP zu den Wangi Falls. Hier ist ein Wildnis CP, für den man in ein Kästchen seine $ werden muß. Der Weg von hier ist ordentlich, er geht durch bewässerte grüne Wiesen, wo einige Leute es sich gemütlich machen, hin zum See, der vom gegenüberliegenden herrlichen Wasserfall gespeist wird. In der Mitte des Sees ist wieder eine Sandbank. Es ist ein herrliches Naturerlebnis. Wir bleiben lange beim Baden und Schwimmen, weil wir uns entschlossen haben, hier zu nächtigen. Und dann kommt das nächste Naturerlebnis, nämlich die Mücken. Wir sprühen uns ein, essen drinnen, machen dann draußen ein Feuer und trinken ein Glas Wein. Später merken wir, dass wir trotz Mückenmittel total zerstochene Beine haben. Auch die jungen Leute auf dem Stellplatz hinter der Hecke neben uns, kämpfen nach langem BBQ, Barbecue mit den Mosquitos in ihren Zelten. Es wird eine schweißnasse Nacht.

Sonntag, 28. April 130 km

Wangi Falls – Darwin Shady Glen

Um 7:00Uhr hauen wir ab von den Wangi Falls. Ohne Frühstück und Waschen flüchten wir aus der Mückenwildnis. Eine lange Strecke gute Gravelroad lässt uns gegen 9:00Uhr Berry Springs erreichen. Wir fahren in das Reserve, das ist hier Sportplatz mit Toiletten und Duschen. Wir finden einen Schattenplatz und machen Frühstück. Ein dicker, schwitzender, gemütlicher Arbeiter erzählt uns, der Großvater seines Großvaters sei Deutscher gewesen. Anschließend kaufen wir etwas an einer Tankstelle, und weiter geht es Richtung Darwin. Zwischenstop an einer Krokodilfarm. Wir sehen die Fütterung der riesigen Salties, Salzwasserkrokodile mit dicken Hühnern. Sie schlingen sie mit Haut und Haar runter. Wir erreichen den CP Shady Glen, 9 km vor Darwin. Wir schwatzen eine Weile mit einigen Leuten, die den Stellplatz uns gegenüber haben und die wir schon im Litchfieldpark getroffen hatten. Sie sind aus München. Abends fahren wir in die Stadt. Die Mall, Fußgängerzone ist ziemlich

Termitenhügel im Litchfield Nationalpark

ausgestorben. Wir finden trotzdem ein gutes Esslokal. Zurück beim CP geht der Mückenkampf wieder los. Mit draußen sitzen ist nix, habe trotz Spray überall neue Mückenstiche, nur vom Herumgehen. Es sind mindestens 30° C und feucht. Erst ab 2:00Uhr in der Nacht schwitzt man sich in den Schlaf.

Mo. 29. April 22 km

In Darwin

Vom Shady Glen CP geht es in die Stadt Darwin zum Shopping. Zuerst bringen wir drei Filme weg. Dann kaufen wir T-Shirts und für Raimund gute Shorts. Es ist sehr heiß, darum sind wir froh, in der gekühlten Arkade ein gutes Mittagessen zu kriegen. In der schönen Anlage am Meer von Dr. Gulli`s Fish Feeding dürfen wir für 4$ p.P. große Catfische füttern. Sie lutschen einem das Brot aus der Hand. Einige noch größere Fische kommen herbei. Sie fressen auch gern Brot. Sie heißen Milkfish. Auf dem gepflegten Rasen macht Raimund ein Mittagsschläfchen.

Wieder frisch und ausgeruht fahren wir zum Hafen. Es ist aber nicht viel zu sehen. So fahren wir weiter zum Mindill Beach. Wir machen einen Strandgang und sammeln Muscheln, in denen Schnecken wohnen. Wir warten den Sonnenuntergang ab, und essen was zum Abend. Hier geht nämlich ein kleines Windchen und es gibt keine Mücken. Gegen 20:00Uhr fahren wir zurück zum CP Shady Glen. Es ist sehr feucht-warm. Die paar Sachen, die die letzte Nacht und den heutigen Tag auf der Leine zum Trocknen hingen sind immer noch feucht. Raimund spannt eine Leine im Führerhaus, so liegen sie wenigstens nicht feucht aufeinander. Unser helles, kleines Lämpchen, das Raimund mit langem Kabel versehen, von zuhause mitgebracht hat, hängen wir draußen am Auto auf. Es zeigt uns, dass es heute Abend keine Mücken gibt. Also können wir gemütlich bei einem Glas Rotwein aus dem Karton draußen sitzen. Wir gehen spät ins Bett weil es drinnen noch heißer ist als draußen. Das gibt wieder eine fantastische Schwitznacht. Vorher nehme ich eine lauwarme Dusche. Es gibt kein kaltes Wasser. Doch das Mückenspray muß ab von der Haut.

Di. 30. April 26 km

In Darwin

Bei der Morgentoilette ist Haare waschen inbegriffen. Die Temperatur von 7:00Uhr bis 8:00Uhr ist noch angenehm, sogar mit etwas Wind. Wir packen den Karton, zusätzliches Gepäckstück für die Heimreise, räumen und frühstücken. Dann fahren wir mit gekühlter Luft im Cockpit zum Schwimmbad in Nightcliff, Vorort von Darwin. Nur hier, im Badeanzug, im Schatten und mit leichter Meeresbrise und ab und zu ins Wasser, kann man es aushalten. Das Schwimmbecken ist mit einem Sonnensegel überdacht, damit man sich beim Schwimmen keinen Sonnenstich holt. Es sind nur wenige Leute hier und so können wir herrlich relaxen.

Gegen 14:00Uhr fahren wir zum Casurina Shopping Center, ein Riesenkomplex und schön gekühlt. Wir essen eine Kleinigkeit und gucken uns die Läden an. Das Angebot ist so vielfältig wie bei uns. Gegen 16:30Uhr fahren wir nach East Point, eine andere Stelle von Darwin. Mit unseren Stadt- und Straßenkarten ist alles gut zu finden und die Straßen sind erstklassig. East Point ist ein großer Park mit Regenwald, großen Wiesen, Palmen bestandene Klippenwege. Viele Kängurus treiben sich herum. Sie suchen und finden Schattenplätze wie wir, denn nur da kann man es aushalten. Haben wir etwa heute Morgen im Schwimmbad zu viel Sonne mitbekommen? Wir sind beide unausstehlich müde. Eigentlich wollten wir hier den Sunset, Sonnenuntergang abwarten. Wir entscheiden, dass uns das zu spät wird und wir brauchen noch Eis für unsere Kühlbox. So fahren wir also, noch im Hellen, zum Fanny Beach Shopping Center, kaufen Eis und essen beim Italiener zu Abend.

Mi. 1. Mai

Darwin – Brisbane, fliegen

Um 7:00Uhr ist es noch nicht heiß. Also an die Arbeit. Wir packen die Reisetaschen, frühstücken, verstauen die Reste wie Salz, Pfeffer, Zucker, Kaffee, Tee, Tischsets, Spülschwamm und Pril, sowie die in Hawker gekauften Emailletassen. Dann ein Cool off unter der Dusche und umziehen für den Flug nach Brisbane. D.h. Short und Top noch wegpacken, lange Hose, Bluse, feste Schuhe anziehen. Ab jetzt langsam bewegen, weil es heißer wird. Wir quasseln noch eine Weile mit unseren Nachbarn aus München, blonde Frau, großer Mann, Sohn um die 20 und tauschen Visitenkarten aus. Um 10:45Uhr geht´s ab, erst tanken, dann zu Brits. Die Rückgabe des Bushcamper ist problemlos. Eigentlich wollte Raimund ja verlangen, dass einer von Brits mal das untere Bett in unserem Auto baut. Die Polster sind zu breit und kommen in der Mitte immer hoch. Da hat sich Raimund all die Wochen mit herumschlagen müssen. Aber schließlich war es uns für eine Beschwerde und Diskussion zu heiß und wir freuten uns, dass uns ein Taxi schnell zum gekühlten Flughafengebäude brachte. Eingecheckt wurden unsere beiden Taschen und der Karton. Die Warterei auf Flughäfen ist ätzend. 13:50Uhr Start, drei Stunden Flug, Uhrzeit verstellen, 18:00Uhr in Brisbane. Es ist dunkel und es regnet in Strömen. Ein Taxi bringt uns zum International Airport Motel der Flaggruppe. Wir haben ein schönes, großes Zimmer, mit Sofa, Sesseln, Tisch, TV, Bar, Kaffee und Tee und einem hellen angenehmen Duschraum. Es ist ein Genuß nach den Wochen im Bushcamper. Gegen 20:00Uhr gehen wir ins zugehörige Restaurant und nehmen ein gepflegtes Dinner mit Rotwein.

Do. 2. Mai

In Brisbane

Der Karton muß aufgeschnürt werden, weil die Schirme drin sind. Es regnet in Strömen. Und die Goretexjacken müssen wir aus den Taschen fingern. Es sind ca. 18° C und sehr windig. Das Frühstück wird aufs Zimmer gebracht. Es ist so gut wie nie im Übernachtungspreis. Dieser beträgt fürs Zimmer 95$.

Gegen 10:00Uhr bringt uns ein Taxi zu Brits, Übernahme eines HiTop Motorhome bei strömendem Regen. Schon bald läuft innen Wasser an der Fensterdichtung herein. Zurück zu Brits. Sie fummeln und flicken, müssen Polster und Gardinen auswechseln, weil naß. Wir räumen und inspizieren. Fenster ist noch nicht dicht, zurück zu Brits und reklamieren. Schließlich fährt jemand vor uns her zu einer Windscreen Company. Die setzen ein neues Fenster ein. Wir suchen und finden den Hwy 1 und sehen zu, dass wir Brisbane hinter uns bringen. Ein Wahnsinnsverkehr bei sintflutartigem Regen und starkem Wind. Überall sind Überschwemmungen zu sehen. Der erste CP, den wir anfahren, ist nur für Dauersteher. Endlich finden wir den River Gardens CP gegen 17:00Uhr. Eine halbe Stunde später ist es stockdunkel bei Sturm und Regen. Um 18:00Uhr rufe ich Carlene in Lismore an. Sie sagt, sie wüsste ja, dass wir kommen und es wäre alles vorbereitet und sie wollten uns die Umgebung zeigen. Aber es gäbe ein Problem. Überall wären Überschwemmungen und ihr Haus wäre von Wasser umgeben. Sie fragt, ob sie mich morgen früh anrufen kann, sie müsse mit Bruce überlegen, wie man es anstellen kann, dass wir sie erreichen. Ich sage ihr, dass ich sie wieder anrufe, weil wir auf dem CP nicht erreichbar sind.

Fr. 3. Mai 202 km

Brisbane – Lismore

Wir bleiben lange im Bett weil es noch immer stürmt und regnet. Nach dem Frühstück gehen wir um 9:30Uhr mit Schirm zum Telefon. Carlene sagt, der Hwy 1 sei geschlossen wegen Überschwemmung, und der river in ihrer Nähe würde auf die Wege fluten. Es könne 2-3 Tage dauern. Wir vereinbaren für den Abend ein erneutes Telefonat.

Dann fahren wir los. Oder sollen wir auf dem durchweichten CP stehen bleiben? Wir fahren Richtung Küste. Raimund meint, die Flüsse können nicht das Meer auffüllen, und sind an der Mündung breit. Vielleicht sind deshalb an der Küste die Straßen und Brücken überschwemmungsfrei. Es ist aber schwer zu fahren bei dem Wahnsinnsregen und dem Mordsverkehr. Auch die große, bunte Werbung entlang der Straße stört. Endlich kommen wir nach Kingscliff, ein nettes Städtchen mit schönem Beach. Aber heute braust und schäumt das Meer und der Sand fliegt bis auf die Straße. Zum Glück ist es nicht kalt. Man kann im T-shirt gehen. Wir fragen an einer Tankstelle nach der weiteren Straßenverfassung. Die Auskunft klingt positiv. Nachdem wir einen Lunch im Restaurant genommen haben, fahren wir ohne Zwischenfall bis Lismore. Auf der Straße Bangalow - Lismore überquert zwar an einer Stelle Überschwemmungswasser die Straße. Aber es ist nicht viel, und so fahren wir durch.

Gegen 15:30Uhr sind wir auf dem Lismore Tourist CP. In der Stadt kamen gerade hunderte Kinder aus der Schule, alle in Uniform. Ich rufe Carlene an. Sie wundert sich, dass wir bei den vielen Überschwemmungen durchgekommen sind. Ihr Haus ist nicht erreichbar, sagt sie. Sie will mit Bruce überlegen, wie wir uns sehen können, und morgen früh beim Caravanpark anrufen. Wir sind enttäuscht, und können es nicht glauben, dass sie tagelang eingeschlossen sind. Wir machen einen Gang durch die Stadt. Die Läden sind schon geschlossen. Die Takeaways haben geöffnet. Wir finden die Stadt nicht schön und fragen uns, wie man hier am Arsch der Welt leben kann, sogar noch weit außerhalb der Stadt auf einer Mandarinenfarm, wie Carlene und Bruce. Wir studieren unseren Stadtplan und suchen ein Restaurant. Ein schicker Mann von der Heilsarmee will uns helfen und schickt uns zu einem italienischen Esslokal. Es ist sehr gemütlich, das Essen ist gut. Leider hat es keine Alkohollizenz.

Sa. 4. Mai 125 km

LismoreMurwillumbah

Um 7:45Uhr sind wir mit den Alltagsritualen fertig. Die Situation mit Carlene und Bruce können wir uns nicht so recht erklären. Ist es möglich, dass Leute, egal wie viele, tagelang in ihrem Haus eingesperrt sind, weil der Zufahrtsweg vom Wasser überflutet ist? Hätte man in Deutschland nicht längst was unternommen? Um 8:00Uhr fahren wir zur Polizeistation. Wir wollen mehr über die zurzeitige Lage erfahren. Schließlich sind wir extra von Darwin nach Brisbane geflogen, um die beiden, nach vielen vorherigen Briefen, zu besuchen. Die Polizei bestätigt, dass die Lage prekär ist. Wir erfahren, dass die Straße, die wir gestern von Bangalow gekommen sind, heute auch gesperrt ist. Wir müssen also einen Umweg über Ballina fahren. Danach besuchen wir das Tourist Info Center. Die Dame dort ist sehr nett. Sie zeigt uns auf einer Countymap, wo Ashworth wohnen, und sagt, dass in den nächsten Tagen nicht mit dem Freiwerden der Straße zu rechnen ist.

Wir gehen also hinaus ans publicphone und rufen Carlene und Bruce an. Carlene hat beim CP angerufen und war ganz entsetzt, dass wir ohne Nachricht abgefahren waren. Sie sagt, sie haben beschlossen, zu Fuß über den Berg zu gehen, es gibt da keinen Weg, und sich von einem Freund aus Lismore an der nächsten freien Straße abholen zu lassen. Er bringt sie dann zum Info Center. In einer Stunde wären sie da. OK. Wir treiben uns derweil bei Regen im Park herum. Und siehe da, sie kommen tatsächlich in einem Pkw angefahren. Sie zeigen uns die kniehohen nassen Stiefel, mit denen sie durch das mannshohe Gras gewandert sind. Sie sehen wirklich etwas mitgenommen aus. Sie laden uns in ein Cafe ein. Sie sind sehr herzlich. Wir entnehmen ihren Reden, dass ihr hiesiger Garten lange nicht so schön ist, wie der an ihrem früheren Haus in Albany in Westaustralien, wo wir sie vor Jahren besucht hatten. Auch die Mandarinenfarm hier, von der sie sich so viel versprochen hatten, funktioniert nicht so besonders. Sie wollen jetzt was mit Tea Tree Destilate versuchen. Bruce meint, er käme dann vielleicht nach Deutschland um einen Markt zu finden. Wir laden sie ein, uns zu besuchen. Ich frage, wie das jetzt so ist in ihrem Haus auf dem Hügel und drumherum Wasser. Carlene meint, sie seien ja frühzeitig gewarnt worden. So hätten sie sich, mit allem, was sie brauchen, eingedeckt. Nun hätten sie eine ruhige Zeit, die sie mit Bridge, Lesen und TV ausfüllen würden. Nach einer Stunde guckt Bruce verstohlen auf seine Uhr. Wir bringen die Sache also zu Ende. Der Abschied ist herzlich, mit Küsschen. Es gibt noch ein Foto und wir machen uns davon. Es regnet immer noch stark. Wer weiß, wie uns die Überschwemmungen noch in die Quere kommen. Gegen 15:00Uhr sind wir in Murwillumbah. Es ist schon recht dunkel und es regnet immer weiter. Auf dem CP ist alles recht ordentlich, aber die Wege und Wiesen sind quitschenass. Abendessen gibt es in unserer feuchten Kiste.

So. 5. Mai 80 km

Murwillumbah – Brisbane

Abfahrt von Murwillumbah, NSW um 9:00Uhr. Das vorgestern überflutete Straßenstück ist passierbar. Wir fahren die Bergstrasse und umgehen damit das Mündungsdelta des Tweedriver. An der Goldcoast steigen wir ein paar Mal aus um etwas zu gehen und auf den Strand zu gucken. Das Meer wirft riesige Wellen und spuckt fiesen Schaum, der überall liegt und wabert. Wir entscheiden, durch einen NP im Hinterland trotzdem Richtung Brisbane zu fahren. Wir kommen aber nicht weit, denn wieder ist die Straße 1m hoch stark strömend überflutet. Wir müssen also zurück auf den Hwy und landen schließlich auf dem CP Gateway Village, ein Vorort von Brisbane, 19$. Es regnet und regnet. Alles ist klamm.

Mo. 6. Mai

In Brisbane

8:20Uhr Abfahrt von Gateway Village, South Brisbane. Wir sind froh, dass wir in Lismore so schnell abgehauen sind. Es regnet nämlich unaufhörlich. Eigentlich wollten wir zum Koalapark. Aber bei dem Wetter ist das ja wohl Quatsch. Raimund hat die Nase voll. Sein Schlafpolster ist naß geworden. Beim Ein- und Aussteigen schlägt ja immer Nässe rein. Wir fahren zum Airport und wollen versuchen, den Flug auf Morgen umzubuchen. Wir erfahren aber, dass der Flug ausgebucht ist. Wir kommen kaum zum Auto, es schüttet wie aus Eimern. OK, jetzt ist es genug. Wir fahren zu einem schönen, neuen Flag-Motel, Zimmer 75$. Es hat helles Licht, TV, Kühlschrank, Kaffee und Tee, schicke Nasszelle. Nebenan ist ein gutes Restaurant. Wir essen jedoch zu Mittag an unseren Resten herum. Dann fahren wir noch mal mit dem HiTop und dem Stadtplan in die Innenstadt, gehen durch die Mall spazieren und am Brisbaneriver entlang. Es regnet nicht mehr. Um 17:00Uhr sind wir zurück im Motel. Wir kochen Kaffee, schreiben und gehen später ins Restaurant und danach zum Entspannen noch etwas TV.

Di. 7. Mai

In Brisbane

Wir genießen das schöne Motelzimmer. Unsere Sachen sind fast alle wieder trocken. Die Sachen für den Heimflug werden aufgehängt, damit das Geknautschte etwas rausgeht. Zum Frühstück haben wir noch genug Reste. Nachdem es die ganze Nacht wieder geregnet hat, klart es jetzt langsam auf. Es ist warm draußen. Raimund studiert das Kartenmaterial, was wir von hier haben und mit meiner bescheidenen Ko-Pilot-Hilfe fahren wir zum Koala Park. Wir sehen eine Menge Koalas, Kängurus und Walabies. Wir filmen und knipsen. Es gibt auch Wombat, Possum und Tasmanien Devil. Wir nehmen uns viel Zeit. Es ist interessant, die für uns so seltenen Tiere zu beobachten. Viele sind nachtaktiv und deshalb in freier Wildbahn nicht so oft zu treffen. Zu Mittag gibt es ein Plätzchen und eine Tasse Kaffee. Wir wollen zum Botanischen Garten, finden aber in der Nähe keinen Parkplatz. Wir kennen uns jedoch schon gut aus, und so gehen wir zu Fuß. Der Garten ist nur ein normaler Park und enttäuscht uns. Gegen 15:00Uhr gibt es Muffin und Cappuchino im Garten-Cafe. Auch durch die Mall turnen wir noch ein bisschen. Ich werde stadtlahm und mein Rücken tut weh. Um 18:00Uhr bietet uns ein Chinarestaurant ein gutes Essen. Danach fahren wir im Dunkel zum Motel zurück. Ich wasche mir die Haare, Raimund packt. Wir freuen uns jetzt wirklich auf zu Hause. Brisbane ist eine scheußliche Stadt, eine Flächenstadt, total zersiedelt. Und was für ein Wetter haben wir hier erlebt. Der River liegt aber heute schon wieder normal in seinem Bett.

Mi. 8. Mai

Brisbane –

Heute ist Abflugtag. Obwohl es draußen wieder sonnig und warm ist, genießen wir die angenehme Kühle unseres Motelzimmers. Alles ist gepackt und gerichtet. Aber wir nehmen noch das schöne, weiße Bett in Anspruch, lesen und fahren erst um 10:00Uhr zu Brits, den Hitop abgeben. Von hier aus geht alles wie geplant. Raimund ist übrignes durch Brisbane gekurvt, als hätte er nie was anderes getan. Wagenrückgabe, Taxi zum Airport, Pullover gekauft, 7h-Flug nach Singapore, 3h Aufenthalt, 13h Flug nach Frankfurt. Draußen dunkel, im Flugzeug dunkel, wir können einige Stunden schlafen, Gepäckabfertigung geht schnell, Zug nach Köln, Zug nach Horrem, Zug nach Bergheim, alles ohne viel Zwischenaufenthalt, Taxi nach Hause. Donnerstag gegen Mittag angekommen.

Do. 9. Mai

– Bergheim

Um die Mittagszeit wieder daheim in Bergheim. Nachmittags kommt Christoph. Wir kommen erst um 22:00Uhr ins Bett.

Fr. 10. Mai

Bis 8:00Uhr haben wir gepennt. Dann waschen, bügeln, Frisör, Filme abholen. Nachmittags kommt Harald,

Bergheim hat uns wieder.

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